Öffnungszeiten
Meldorf
Mo-Fr 8:30-12:30 und 14-18 Uhr
Samstag von 8:30 bis 12:30 Uhr
Marne
Bäckerstraße 5
Mo, Mi, Fr 9-12 Uhr und 14-18 Uhr
Hör-Stress bewältigen
Hören ist ein Geschenk. Schätzen wir dieses Geschenk ausreichend?
Die Fähigkeit zu hören ist ein grundlegender Bestandteil unseres Lebens, den die meisten Menschen als selbstverständlich betrachten.
Eine Hörminderung ist die häufigste Beeinträchtigung der Sinnesorgane und eine Korrektur kann die Lebensqualität erheblich verbessern. Schwerhörigkeit ist ein schleichender Prozess und die möglichst frühzeitige Anpassung eines Hörsystems ist der erste wichtige Schritt zur besseren Kommunikation.
Hörschädigung sieht man nicht. Sie tut im allgemeinen auch nicht weh. Man stirbt nicht daran, jedenfalls nicht aus physischen Gründen. Das Gehör ist in erster Linie ein Kommunikationsorgan. Hörschädigung ist deshalb nicht nur ein medizinisches, sondern mindestens in gleicher Weise ein psychisches Problem.
Menschen mit einer Hörminderung setzen sich oft nicht ausreichend mit ihrer Hörsituation auseinander. Doch gerade gutes Hören ist die Voraussetzung für ein erfülltes Leben. Der Aufwand, das gesprochene Wort zu verstehen steigt. Hören wird für Betroffene zunehmend anstrengender. Hörprobleme führen nicht nur zu akustischen Missverständnissen bei der Kommunikation in der Familie und in der Gesellschaft, sondern bedeuten immer auch Stress, also körperliche und geistige Belastung.
Der zusätzliche kognitiven und konzentrativen Aufwand bedeutet "Hörstress". Der permanente Hörstress führt beim Schwerhörigen zu einer vorzeitigen Erschöpfung, einer vegetativen Aktivierung und nach und nach zu einem Verlust der Entspannungsfähigkeit, d.h. man kann sich dann auch in der Freizeit nicht mehr entspannen und erholen.
Um sich nicht zur eigenen Schwerhörigkeit bekennen zu müssen, lehnen viele ein Hörgerät ab oder nutzen diese nicht ausreichend. Und so schließt sich ein Teufelskreis. Da Hörschädigung eine Kommunikationsstörung darstellt, führt sie bei fehlender Versorgung und Betreuung der Betroffenen, zu Vereinsamung bis zu Depression und Suizid.
Durch individuelle Audiotherapie bieten wir, durch qualifizierte Therapeuten, Hilfe bei der Bewältigung einer Hörstörung durch technische Hilfen, Hörtaktiken und Kompensationssteigerung.
Ziele der Kompensationssteigerung sind:
- subjektive Entlastung
- Erhaltung der sozialen Kontakte
- Minderung der Versagensängste
- gesteigertes Selbstwertgefühl
- Ressourcenorientiertes Denken
Kompensationssteigerung durch:
- individuelle Auseinandersetzung mit der Hörstörung
- Aufklärung und technische Hilfen
- Entspannungstechniken
- Einbindung von Angehörigen
- Soziale Kontakte herstellen (Selbsthilfegruppen)
- Ressourcenorientiert arbeiten
Strategien und Maßnahmen entwickeln, die geeignet sind, den Grad an Autonomie und Selbstbestimmung im Leben der Menschen mit einer Hörstörung zu erhöhen







