Silvesterspaß mit geprüftem Feuerwerk und Sicherheitstipps

28.12.2017

Bunte Prospekte und Böllerpakete in Supermärkten, Discountern und Tankstellen versprechen ein tolles Silvesterfeuerwerk. Experten raten, nur geprüftes Feuerwerk zu kaufen und Sicherheitstipps zu beachten, damit der Silvesterspaß nicht im Krankenhaus endet. 

Von seiner rituellen Bedeutung, mit lauten Feuerwerk und Böllern die bösen Geister zu vertreiben, hat das Feuerwerk zu Silvester viel verloren. Heute geht es in erster Linie darum, farbenfroh und fröhlich das neue Jahr zu begrüßen. Moderne Feuerwerksbatterien erlauben es auch Laien, ein tolles Feuerwerk an den Himmel zu zaubern. Dabei kann man leicht vergessen, dass es sich nach wie vor um eine explosive Mischung aus Sprengstoff und Feuer handelt, die bei unsachgemäßem Umgang leicht zu Unfällen mit schweren Verletzungen führen kann. Besonders Verbrennungen, Augenverletzungen und Knalltraumata, die das Gehör unwiederbringlich schädigen, werden in den Krankenhäusern behandelt. Feuerwerkskörper die heute frei erhältlich sind und früher nur von Profis bedient werden durften, können eine Füllmenge von bis zu 500 Gramm Sprengstoff und in Kombination mit Fontänen sogar 600 Gramm Sprengstoff enthalten.

Wie erkenne ich geprüftes Feuerwerk?

Das Bundesamt für Materialwirtschaft (BAM) rät, nur Feuerwerk mit dem CE-Zeichen und einer Registriernummer zu kaufen. Von der BAM geprüftes Feuerwerk hat die Kennnummer 0589. An zweiter Stelle der Registriernummer erscheint die Kategorie des Feuerwerks, z. B. F2, an dritter Stelle eine fortlaufende Nummer. Feuerwerk der Kategorie F2 darf nur zeitlich begrenzt und an Personen über 18 Jahre verkauft werden.

Was ist so gefährlich daran?

Die Menge des Sprengstoffs korreliert direkt mit der Lautheit. Je mehr Sprengstoff enthalten ist, desto lauter ist ein Feuerwerkskörper. Explodieren Feuerwerkskörper im Abstand von weniger als zwei Metern, wirken auf die Ohren etwa 25 Millisekunden lange Schallimpulse. Die Knallkörper erzeugen eine Lautstärke von 130 bis 180 Dezibel. Ein einziger Knall aus nächster Nähe reicht aus, um das Gehör dauerhaft zu schädigen!

Wie kann ich meine Familie und mich schützen?

Zu einem sachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern gehört das Tragen von Gehörschutz und ein ausreichender Abstand, der in den Bedienungsanleitungen des Feuerwerks nachzulesen ist. Welcher Hörschutz angemessen ist, erfahren Sie beim Pro Akustiker Ihres Vertrauens. Einen Gehörschutz zu tragen ist in jedem Fall besser, als keinen Gehörschutz zu tragen! Egal, ob man beim Feuerwerk nur zusieht oder selbst Feuerwerkskörper zündet. Eltern obliegt eine besondere Verantwortung, denn Kinder sind sich der Gefahr noch weniger bewusst.

Was tun, wenn das Gehör gelitten hat?

Wer nach dem Feuerwerk feststellt, dass er auf einmal schlechter hört, Ohrdruck, Klingel- oder Pfeiftöne im Ohr hat, unter Schmerzen, Schwindel und schlimmstenfalls blutigem Ausfluss aus dem Ohr leidet, sollte unverzüglich einen Hals-Nasen-Ohrenarzt aufsuchen. Diese Symptome können Zeichen eines Explosions- oder Knalltraumas sein und einen bleibenden Hörverlust oder einen Tinnitus nach sich ziehen.

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